10.5.2012 08:57

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Wodka im Filter

Kulturplatz vom 09.05.2012

Ganz neue Perspektiven auf die Kollegen an der Kamera, ein angenehmer, wenn auch feucht sandiger Dreh unter Tage und zum Schluss ein Wodka aus Tibet für die Crew. Danke Filter 4 für die Gastfreundschaft! Filter4.JPG



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3.5.2012 14:40

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Der Lauf der Räder

Kulturplatz vom 02.05.2012

Diesmal liegt unser Kulturplatz direkt vor der Haustür des Schweizer Fernsehens. Ein Ort also, an dem ich regelmässig vorbei komme und trotzdem habe ich kaum eine Vorstellung davon, was mich auf der offenen Radrennbahn erwarten wird. Da liegt sie nun vor uns, die ovale Verheissung aus Beton, an diesem ruhigen 1. Mai an dem wirklich keiner in Zürich-Oerlikon zu arbeiten scheint ausser uns und den freiwilligen Organisatoren und Helfern der Rennbahn. Kaum haben wir das grosse Eingangstor passiert, ist es denn auch aus mit der Ruhe. Jemand saugt Staub im Container welcher die Jubiläums-Ausstellung beherbergt. Die Bratwürste werden angeliefert und „Tätschmeister" Alois Iten hat alle Hände voll zu tun, damit beim Start in die 100. Saison auch wirklich alles rund läuft.

Sogleich nehmen wir für eine Moderation seine Werkstatt in Beschlag. Als wir den Raum vergangene Woche erstmals inspiziert hatten, trafen wir auf ein wunderschönes, kreatives Durcheinander. Er müsse unbedingt aufräumen für die Dreharbeiten, sonst habe seine Frau keine Freude, lächelte Alois verschmitzt. Regisseur Daniel von Aarburg versuchte energisch, ihn davon abzuhalten. Doch Wiesel scheint eher auf seine Frau zu hören. Denn jetzt, wo wir mit Kameras und Mikrofonen anmarschieren, stehen alle Räder in Reih und Glied, die Ersatzteile und Schraubenschlüssel sind aus dem Weg geräumt. Ein Glück, dass Alois gerade bei den Fahrer-Kabinen gebraucht wird. Wir nutzen den Moment, um in seiner Werkstatt wieder ein paar Dinge an den „rechten" Ort zu schieben.

Auf der Bahn drehen einige Fahrer erste Runden. U73 - lasse ich mir erklären. Ich denke, die Rede sei vom Jahrgang. Falsch! Mit 73 sind die Lebensjahre gemeint, die diese Sportler auf den Sattel bringen. Ich bin schwer beeindruckt, denn die Kurven sind halsbrecherisch steil. Später dann trudeln unzählige junge Burschen in hautengen Renn-Klamotten ein, die den Altersschnitt im Hexenkessel gewaltig nach unten drücken. Auch eine Frau habe ich erspäht. Sie ist erfolgreiche australische Profifahrerin und dreht ihre Runden mit den männlichen Junioren. Trainingseinheit quasi. Glücklicherweise hatten die Propheten vom Wetterdach Unrecht. Der Regen macht uns keinen Strich durch die Rechnung und die Stimmung könnte besser nicht sein. Im Interview spricht Alois Iten von älteren Herren die sich hier zum Bierchen treffen. Er nennt es „sinnvolle Freizeitbeschäftigung" und wenn ich mich so umschaue, kann ich ihm nur Recht geben. Ich weiss jedenfalls, wo ich diesen Sommer dienstags in den Feierabend starte.

Kaum seh' mich vor meinem geistigen Auge mit einer Bratwurst auf der sogenannten Sonnentribüne sitzen, da muss ich bereits wieder ran. Ich soll bei einem der vielen Rennen dieses Tages den Startschuss abgeben. Dabei schaffe ich es nicht mal, einen Luftballon zu zertreten. Die Pistole wird gerade geputzt und geschmiert, weil sie bei meinem Vorgänger nicht funktioniert hat. Es hatte erst geknallt, als die Fahrer bereits unterwegs waren, was beim Publikum schallendes Gelächter auslöste. In einem Container hinter der Bahn erhalte ich einen Schiesskurs. Der nette Herr nimmt alle Platzpatronen raus und zieht ab: „Einfach so den Zeigefinger krümmen. Wenn's nicht knallt, musst nochmals durchdrücken!" Aha. Halt so wie früher, als ich zur Fastnacht im Biene-Maya-Kostüm mit der „Chäpslipistole" unterwegs war. Gleich geht's los. Ich schiesse und es knallt. Ob ich hier wohl Ehren-Schützin werden könnte?

Erleichtert setze ich mich zwischen die Leute und warte auf meinen nächsten Einsatz. Da fällt plötzlich ein kleines Mädchen neben mir von der Bank unter die Zuschauertribüne. Irgendwie scheint das keiner bemerkt zu haben. Also greife ich nach dem wimmernden Bündel und setze es wieder neben seinen Papa, der gebannt auf die Rennbahn starrt. „Hoppla, i ha's gar nid gmerkt." Geschichten, die die offene Rennbahn schreibt. Ich freue mich, diesen Kult-Ort für mich entdeckt zu haben. Und übrigens: Dem kleinen Mädchen geht es gut.

Von Nina Mavis Brunner

 

Wo fahren sie denn? Das Kulturplatz-Team verfolgt das Radrennen: Radrennbahn_1.JPG Radrennbahn_2.JPG Radrennbahn_3.JPG

 

Und zum Feierabend ein Küsschen und eine Wurst: Radrennbahn_5.JPG



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18.4.2012 14:52

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Essen in Stans

Die Stanser Musiktage, das bedeutet nicht nur Musik aus aller Welt, sondern auch Kulinarik. Nach dem Dreh gabs für uns thailändische Dim Sum und ein brasilianisches Konzert. War beides vorzüglich. Sehr zu empfehlen, noch bis Samstag: eine Reise in die Innerschweiz. Essen in Stans.JPG



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4.4.2012 14:44

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Mein wertvollstes Objekt im Alpinen Museum:

Ein Feldbett hinter den Kulissen. Nur so war unser Dreh für mich, mit einer Grippe wie noch selten in den Knochen, irgendwie zu überleben. Gesundheit! Und auf bald im hoffentlich frühlingshaften Ticino. Krankenbett.JPG



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22.3.2012 14:58

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Nicht ganz ohne:

Kulturplatz vom 21.03.2012

 

Erste Versuche als Glasbläserin ... Wenige Sekunden später sah die Kugel aus wie ein trauriger Plastikbeutel. Wer mag, kann sein Talent zum Manufaktur-Arbeiter vor Ort ebenfalls testen. Allein der Anblick des Ofens lohnt die Reise! Alle sieben Jahre muss das Monstrum übrigens ausgewechselt werden. Kostenpunkt: drei Millionen Franken. Seit wenigen Wochen ist in Hergiswil ein nigelnagelneuer im Einsatz. Der brennt und brennt und brennt. Und muss jeden Tag vier Tonnen Glas schmelzen.

 

Glashütte Hergiswil.JPG



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14.3.2012 16:17

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Provozierter Blutdruck

Das Werk des Ehepaars Kienholz mag ja mit seiner direkten und manchmal derben Art bei einigen Besuchern den Puls hochschnellen lassen. Ich selbst hatte zu Beginn des Tages am meisten Mühe: Da musste ich die Meta Maxi Maxi von Jean Tinguely besteigen. Nur was für Menschen ohne Höhenangst! Aber danach waren ich und mein Blutdruck bestens vorbereitet für alle Provokationen made by Kienholz. Ein höchst lebendiger Tag im Banne von zwei toten Meistern.

 

 Tinguely Museum in Basel.JPG



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9.3.2012 16:57

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Perfide Eltern

Kulturplatz vom 07.03.2012

Da hängen präparierte Krokodile neben Kugelfischen und ich überlege mir, wofür in alles in der Welt die Pharmazeuten des 18. Jahrhunderts das wohl gebraucht haben ... bis ich erfahre, dass das sogenannte "Lockobjekte" waren, die dazu dienten, schaulustige Kundschaft in die Apotheke zu locken. Schade, dass das aus der Mode gekommen ist.

Aber auch die zur Einnahme bestimmten Substanzen und das dazu passende Besteck muten abenteuerlich an: Da gibt es zum Beispiel einen edlen Löffel in Form eines Skorpions oder aber eine Einnahmeapparatur für Kinder, die oben verschlossen ist, um den kleinen Patienten den Anblick von Lebertran zu ersparen. Statt eines Löffelstiels ist da ein Blasröhrchen, um das Zeug in einem Schuss ans Ziel zu befördern. Ganz schön perfide, diese Eltern von damals. Fazit: Beim Besuch des Pharmaziemuseums gibts weder Risiken noch Nebenwirkungen zu befürchten, dafür eine nette kleine Reise in die Vergangenheit.



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2.3.2012 14:25

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Gabelstapler fahren...

Kulturplatz vom 29.02.2012

...wollte ich überhaupt nicht! Das ist ein verzweifeltes Lachen, ich kriege nämlich ab einem halben Meter über Boden Höhenangst...Die Haltsuche beim Regisseur, der mir diese Fahrt aufbrummte und selbst natürlich wieder absprang, bevor sich das Ding in schwindelerregende Höhen schraubte. Die Haltsuche war also ein Ding der Notwendigkeit. Ich gehe davon aus, dass mir Ihr Mitgefühl sicher ist. Danke! Buchzentrum_Haegendorf.png



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23.2.2012 12:54

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Jodeln bedarf nicht vieler Worte - Inspirationen vom Dreh in Alt St. Johann

Kulturplatz vom 22.02.2012

Schmied.jpeg Men at work Maske.jpeg Inspirationsvorlage unserer Maskenbildnerin Daniela Talerschwingen.jpeg Yes I Can! Feierabend.jpeg Wenn Fuchs und Has sich gute Nacht sagen, ist auch bei uns Feierabend



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